Geschichte

Wie kamen wir auf die Idee?
Angefangen hat es ganz einfach, mit einem Wunsch, einer Vorstellung, dass Generationen sich im Alltag mehr begegnen und voneinander profitieren können, mit einem Zeitungsartikel von 1999 aus Holland, der von einem bereits 10jährigen Bestehen einer solchen Institution berichtete und schliesslich durch persönliche Erfahrungen der Initiantin Marie-Jeanne Metz mit einem Kindertanzkurs in Räumlichkeiten eines Altersheims. Dort haben die BewohnerInnen immer wieder zugeschaut als die Kinder tanzten und am liebsten hätten sie gleich mitgemacht. Die Kinder kamen auf die Idee eine Tanzaufführung veranstalten zu können. Dies wurde auch realisiert. Das Interesse war von beiden Seiten geweckt. All das hat dazu beigetragen die Idee von Jung und Alt im Alltag zu verbinden und weiterzuverfolgen.

Manchmal hilft es zur rechten Zeit am rechten Ort sein.
Im Domicil Schönegg plante man 2000 größere Sanierungsarbeiten welche 2002 zum Abschluss kamen. Die weitere Verwendung der 5-Zimmer-Verwaltungswohnung war noch unklar gewesen. Der Zufall wollte es, dass Marie-Jeanne Metz zu diesem Zeitpunkt auf der Suche nach einem Altersheim war, welches Interesse an einer integrierten Kindertagesstätte hatte und zudem über die notwendige räumliche Kapazität verfügte. Nach ersten Gesprächen und der Besichtigung der Wohnung war klar, dass im Domicil Schönegg ideale Bedingungen für eine Kita vorhanden waren.
 

Welche Vorbereitungen wurden getroffen?
In der Schweiz hatte dieser Gedanke, zwei Betreuungs-Institutionen miteinander zu verknüpfen, noch Pioniercharakter. Für ein solch neuartiges Pilotprojekt verlangte es vorerst einige Abklärungen. Deshalb wurde von Marie-Jeanne Metz über einen Zeitraum von einem halben Jahr ein Vorprojekt durchgeführt. Ziel des Vorprojekts war, die Überprüfung und die Bedürfnisabklärung zur Integration einer Kindertagesstätte.
Im Rahmen des Vorprojekts gab es viele schöne und aufschlussreiche Gespräche mit den Bewohnerinnen und Bewohner. Eine der Hauptfrage war, wie die Vorstellung sei, dass Kinder tagsüber ein und aus gehen würden. Sehr viele waren offen für die Idee und meinten es tue gut junge Gesichter zu sehen. Sie hätten Kinder gerne. Abwechslung sei willkommen, es gebe ja sonst nichts mehr zu tun. Insgesamt kamen es viele positive Rückmeldungen. Es gab auch kritische Stimmen: Zwei wollten sogar ausziehen. Schlussendlich hat eine Bewohnerin davon, immer wie mehr Kontakt mit den Kindern aufgenommen. Die andere Frau ist auch nicht ausgezogen, hatte jedoch auch keinen Kontakt mit den Kindern. Und das ist ein ganz wichtiger Teil für das Konzept. Alle Begegnungen sollen freiwillig sein! Im Generationenhaus hat es genügend Raum, um so viel oder so wenig wie man will zusammen sein zu können. Darum entstehen wenige Reibungsflächen.

Wie ging es weiter?
Nach Abschluss des Vorprojekts folgte die Gründung des Trägervereins mixmax und der Aufbau der Kindertagesstätte, die im Juni 2002 eröffnet wurde. Heute sind rund 35 (Teilzeit-) Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und sechs Jahren aus der Stadt Bern und der Gemeinde Köniz eingeschrieben. Sie teilen unter einem Dach mit den BewohnerInnen ein Stück Alltag. Rund 30 Bewohner und Bewohnerinnen von insgesamt 83 haben regelmäßigen Kontakt mit den Kindern.